10 Fragen an Max Wiedemann (Produzent “Männerherzen”) und 10×2 Freikarten
verfasst von Savio
Über 60 internationale Kurzfilmpreise, Auszeichnungen und Ehrungen konnte das deutsche Produzentenduo Quirin Berg und Max Wiedemann schon für sich beanspruchen. Mit das “Leben der Anderen” wurden sie zusätzlich mit dem Bayerischen Filmpreis, Deutscher Filmpreis, Europäischer Filmpreis, Award der British Academy of Film and Television Arts und einem Oscar ausgezeichnet. Doch das Erfolgsduo, das sich noch aus Schultagen kennt, will sich gar nicht erst ausruhen. Mit Simon Verhoeven als Regisseur bringen die Beiden jetzt eine Liebeskomödie mit hochkarätiger Besetzung (Til Schweiger, Christian Ulmen und Nadja Uhl) in die Kinos.
Warum ein Film über Männer unter die Haut geht und wie ein Insider die Filmbranche sieht – darüber steht uns unser Juuuz-Mitglied Max Wiedemann Rede und Antwort.
1. Wie bist Du zum Film gekommen?
Durch eine Schulfilmgruppe am Gymnasium. Wir hatten einen sehr engagierten Kunstlehrer, der uns Unterricht im Filmemachen gegeben hat. Danach gings dann weiter mit Praktika und dem Studium an der Filmhochschule in München.
2. Gibt es einen bestimmten Schauspieler oder Regisseur mit dem Du gerne mal zusammenarbeiten würdest?
Wir haben in Deutschland wunderbare Regisseure und Schauspieler, mit vielen arbeiten wir bereits zusammen. International würde ich gerne mal nen Film mit Ron Howard drehen.
3. Wie unterscheiden sich deutsche von amerikanischen Produktionen?
Die Amerikaner kochen auch nur mit Wasser. Wir haben gerade eine Produktion in Nordamerika gedreht, das Team ist zwar fast doppelt so groß aber am Ende des Tages geht’s um dieselben Sachen: Figuren, Dramaturgie und Emotionen, da können wir in Deutschland und Europa absolut mithalten. An einige Genres wie Action oder Science Fiction hat der Zuschauer allerdings eine gewisse visuelle Erwartungshaltung, geprägt durch US-amerikanische Produktionen. Diese Erwartungshaltung zu erfüllen erfordert höhere Budgets, die mit dem Auswertungsmarkt einer nicht-englischsprachigen Produktion nicht zu refinanzieren sind. Aber es ist ja auch nicht gesagt, dass wir in Europa nicht auch auf Englisch drehen können.
4. Du lebst ja hauptsächlich in München. In welcher anderen Stadt könntest Du Dir vorstellen zu leben?
Nirgendwo anders. Ich komm viel rum, bin oft unterwegs. Da ist es schön an einem Ort zu leben, an dem man seine Mitte findet und seine Freunde hat.
5. Dein neuer Blockbuster “Männerherzen” kommt diese Woche in die Kinos. Was hat Dich bewegt diesen Film zu produzieren?
Simon Verhoeven, unser Regisseur, hat viele Geschichten von Freunden gesammelt, Geschichten von Männern in unserer heutigen Zeit, Ihrem Kampf mit dem Leben und der Liebe. Diese Geschichten waren so wahr, berührend und oft auch unfreiwillig komisch. In vielen hat man sich selber wiederkannt, oder seine Freunde. Das war die Grundlage für Männerherzen. Wir konnten persönlich viel anfangen mit dem Thema. Mit Simon haben wir dann über viele Jahre das Drehbuch entwickelt und herausgekommen ist ein wundervoller Film, nachdem Frauen ihre Männer sicher besser verstehen können, der uns Männern viele Wiedererkennungsmomente beschert, der vor allem unglaublich witzig ist und dabei trotzdem die Haut geht.
6. Wie ist das Gefühl, den eigenen Film im Kino anzusehen?
Es ist immer wieder grossartig im Kino zu sitzen und die Magie von Film zu beobachten, wie mit dem Publikum etwas passiert, der Film sie in eine eigene Welt entführt, die Leute lachen, weinen und mit den Figuren mitgehen. Jeder Film ist ja auf gewisse Art Dein Baby und es steckt viel Herzblut drin, von Dir und allen Beteiligten. Zu sehen dass dem Publikum der Film gefällt ist ein tolles Gefühl. Besonders schön war das bei Männerherzen. Wir hatten letzte Woche Premiere in Berlin und sowas hab ich vorher noch nicht erlebt. Die Leute haben gelacht, geklatscht und geweint und am Ende gab es minutenlangen Applaus und großen Jubel. Die Resonanz auf den Film ist wirklich grossartig und wir freuen uns alle auf den Kinostart diesen Donnerstag.
7. Was hat Dich als Produzent am meisten beeinflusst?
Filmmäßig das Hollywood-Kino der 80‘er Jahre, mit dem ich aufgewachsen bin. Persönlich meine Familie und meine Freunde.
8. Welchen Kinofilm hast Du Dir als letztes angesehen?
District 9.
9. Könntest Du Dir vorstellen, selbst mal vor der Kamera zu stehen?
Nein, ich bin froh nicht vor der Kamera zu stehen und das soll auch so bleiben.
10. Wenn Du nicht Produzent geworden wärest. Welchen anderen Beruf würdest Du gerne ausüben?
Als ich klein war wollte ich Musikproduzent werden. Das wär vielleicht ne coole Alternative gewesen aber als Filmproduzent hat man ja auch viel mit Musik zu tun und der Job ist unendlich vielfältiger. Eigentlich gabs nie wirklich ne Alternative, Filme zu produzieren ist mein absoluter Traumberuf.
Vielen Dank Max für das Interview und weiterhin viel Erfolg vom gesamten Juuuz-Team.
Zum Schluss noch eine Überraschung für alle, die es kaum erwarten können, Männerherzen zu sehen. Unter allen, die sich in der Männerherzen-Gruppe auf Juuuz anmelden, verlosen wir 10×2 Freikarten für ein Kino eurer Wahl.
Einen ersten Eindruck zum Film bekommt ihr im Trailer.:
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October 11th, 2009 at 12:04
“Männerherzen” ist so ein geiler Film. Meine Freundin und ich haben uns tot gelacht und waren auch berührt von den Geschichten. Und der Film ist dieses Wochenende gleich mal auf Platz 1 der Kinocharts gelandet!
Respekt.
May 29th, 2010 at 15:33
Hallo, wirklich sehr interessantes Posting… Gruß