10 Fragen an Volker Hilbrich
verfasst von Bianca
Nachdem wir euch nun schon zwei Models vorgestellt haben, ist es nun an der Zeit einen Fotografen zu Wort kommen zu lassen. Unser heutiger Gesprächspartner ist der 38-jährige Volker Hilbrich aus Hofheim am Taunus. Volker betreibt die Fotografie seit 6 Jahren nebenberuflich und hat sein eigenes Studio. Er ist ein Spezialist in der Arbeit mit wilden Tieren – wie er dazu gekommen ist und was daran so besonders ist, wird er uns im Folgenden erzählen.
1.) Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Zur Fotografie bin ich über meine damalige Nebentätigkeit als Tauchlehrer gekommen. Ich hatte ursprünglich die Fauna und Flora unter Wasser fotografiert, bis mich eines Tages eine Tauchschülerin darum gebeten hat, sie unter Wasser abzulichten. Daraufhin kam eine ihrer Freundinnen zu mir, ein Hobbymodel. Sie hat die, bei unserem gemeinsamen Shooting entstandenen, Bilder ihrem Agenturchef gezeigt, der mich daraufhin direkt für ein Bademoden-Shooting gebucht hat. Letzten Endes bin ich durch die Unterwasserfotografie zur Fashion- und Beautyfotografie gekommen.
2.) Musstest du dafür etwas aufgeben? Wenn ja, hat es sich gelohnt?
Ich musste dafür zwar die Taucherei stark einschränken, aber ich weiss wofür. Denn ich habe viel Spaß dabei meine Ideen bildlich festzuhalten.
3.) Was macht dir am meisten Spaß daran?
Jeder Mensch hat eine andere Betrachtungsweise und jedes Bild kann in Millionen von Facetten dargestellt werden. Das ist das Interessante an der Fotografie. So wird es auch nie langweilig.
4.) In welchem Bereich arbeitest du schwerpunktmäßig bzw. besonders gerne?
Ich arbeite am liebsten mit Models und lebenden Tieren zusammen, dadurch kann ich noch mehr Facetten in die Bilder einbringen. Das Zusammenspiel zwischen Tier und Mensch ist eine sehr interessante Geschichte. Ich arbeite weder mit ausgestopften Tieren noch kommen für mich Shootings mit Wildfängen nicht in Frage. Man sollte diese Tiere nicht unnötig aus der freien Wildbahn herausreissen. Es ist sehr wichtig, dass bei solchen Shootings die Tierschutzrichtlinien eingehalten werden und die Tiere entsprechend artgerecht behandeln werden. Ich persönlich arbeite deshalb immer mit einem erfahrenen Tiertrainer zusammen.
5.) Was war dein aufregendstes Shooting – Erlebnis?
Mein aufregendstes Erlebnis war das Elefanten-Shooting, das ich einer „Germany’s Next Topmodel“–Folge nachempfunden habe. Es waren fast zwei Jahre an Vorbereitungszeit nötig, bis alles organisiert und vor allem die entsprechende Location gefunden war. Soviel ich weiß bin ich deutschlandweit bisher wohl der Einzige, der dieses Shooting nachgestellt hat.
6.) Was macht für dich das perfekte Bild aus?
In einem perfekten Bild ist meiner Meinung nach alles stimmig. Unabhängig von technischen Details muss ein Bild eine bestimmte Stimmung vermitteln. Ein Bild ist dann perfekt, wenn der Betrachter für mehrere Sekunden davon gefesselt wird.
7.) Die Zusammenarbeit mit Models ist nicht immer leicht. Was war dein ärgerlichstes bzw. frustrierendstes Erlebnis?
Wir hatten ein Model engagiert, welches auf seiner Sedcard Konfektionsgröße 36 angegeben hatte. Als das Model zum vereinbarten Shooting-Termin erschien, mussten wir feststellen, dass diese Angabe falsch war und es sich hier um ein Model mit Kleidergröße 42 handelte. Die wochenlange Shooting-Vorbereitung war somit völlig umsonst, da das Model die vorgesehene Kleidung nicht tragen konnte.
Generell ist es auch immer sehr ärgerlich, wenn ein Model zu einem vereinbarten Shootingtermin nicht erscheint.
8.) Man hört immer wieder von der starken, gnadenlosen Konkurrenz und einem gewissen Neid unter Fotografen. Welche Erfahrungen hast du gemacht?
Ich zitiere immer wieder gerne den Spruch: „Neid muss man sich verdienen, Mitleid bekommt man geschenkt“. Jeder hat eine andere Betrachtungsweise und man wird es sicher nie jedem Recht machen können. Letztendlich müssen die Resultate dem Fotografen, dem Model und natürlich dem Auftraggeber gefallen.
9.) Hast du noch ein bestimmtes Ziel, das du gerne erreichen würdest? Strebst du in naher Zukunft ein bestimmtes Projekt an?
Ich hoffe, noch sehr lange Freude an der Fotografie zu haben und anderen damit eine Freude bereiten zu können.
In nächster Zeit plane ich ein größeres und aufwendigeres Projekt. Stichworte sind hier: available light, outdoor, glamour.
10.) Wir bitten dich um eine kleine Selbsteinschätzung: Für wie erfolgreich hältst du dich selbst?
Je mehr man ins Gerede kommt, desto mehr Neider hat man und umso erfolgreicher kann man sich selbst bezeichnen.
Wir bedanken uns bei Volker für das nette Interview und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute!
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