10 Fragen an Nina Rauch

verfasst von Bianca

Nina Rauch 069Hallo liebe Juuuz-Mitglieder,

Heute wollen wir euch in unserer Sparte „10 Fragen an…“ ein weiteres Model vorstellen. Die sympathische Nina Maria Rauch ist in der Branche ein „best ager“ und kommt ursprünglich aus Österreich. Sie lebt seit 11 Jahren in München und ist seit ihrem 25.Lebensjahr hauptberuflich als Model tätig. Bevor sie diesen Weg eingeschlagen hat, hat sie als Bankangestellte gearbeitet.


1.) Wie bist du zum Modeln gekommen?

Ich hatte mich bei der Zeitschrift „Beauty“ beworben, die zu der Zeit nach Nachwuchsgesichtern gesucht hat. Daraufhin hat mich die Agentur „Tausendsassa“ nach Wien eingeladen und mir angeboten mich zu vertreten, wenn ich – trotz einer normal schlanken Figur – bereit wäre, zehn Kilo abzunehmen und nach Wien zu ziehen.

2.) Musstest du dafür etwas aufgeben? Wenn ja, hat es sich gelohnt?

Ich musste nichts dafür aufgeben, da ich zu dem Zeitpunkt, als ich entdeckt wurde, in meiner Bank bereits gekündigt hatte und mich eigentlich bei einer anderen Bank bewerben wollte. Dazu kam es dann jedoch nie.


3.) Was macht am meisten Spaß daran?

Es ist interessant zu sehen wie die verschiedenen Produktionen entstehen, man kommt viel herum und man hat viel Zeit sich mit anderen Dingen zu beschäftigen.


4.) Was war dein größter Erfolg bzw. dein aufregendstes Erlebnis?

Das war vor einiger Zeit eine Palmers-Kampagne.


5.) Gab es auch frustrierende Momente?

Natürlich gibt es soetwas immer wieder. Was das angeht ist mir besonders eine große Produktion für einen namhaften Autohersteller in Erinnerung geblieben. Das ganze Produktionsteam samt Models und Visagisten hat sich untereinander regelrecht bekriegt. Alle haben sich gestritten, sich sogar gegenseitig beschimpft und die Stimmung am Set war unglaublich schlecht. Als Model muss man in so einer Situation aber so professionell sein, den Job trotzdem durchzuziehen – so unangenehm es auch sein mag.


6.) Was muss ein Model alles beachten (Fitness, Ernährung, etc. …)?

Es kommt drauf an wie ernst man das mit dem Modeln nimmt. Wenn man hauptberuflich modeln will sind eine ausgewogene Ernährung und viel Schlaf natürlich wichtig. Man sollte auf seinen Körper achten, da er letztendlich das Kapital ist.

Hätte ich nicht so gut auf mich und meinen Körper geachtet und wäre ich non-stop auf Parties gegangen, könnte ich heute wohl nicht mehr in der Branche arbeiten.


7.) Sind die Vorurteile gegenüber dem Model-Business was Drogen, Magerwahn und gnadenlosen Konkurrenzkampf angeht berechtigt?

Auf Deutschland trifft das alles eher weniger zu. Im Ausland, vor allem in Paris und Mailand, sollen – wie man auch von anderen Kolleginnen hört – diese Vorurteile teilweise durchaus berechtigt sein.


8.) Wirst du, seitdem du mit dem Modeln begonnen hast, von deinem Umfeld anders wahrgenommen? Inwieweit hat sich dein Leben verändert?

Natürlich war das gerade anfangs so. Ich komme aus einem traditionellen und eher konservativen Umfeld. Der Job des Fotomodels ist im ersten Moment mit vielen Fragezeichen verbunden. Ich bin jedoch bodenständig geblieben und sehe das als Job wie jeden anderen – mit seinen Vor- und Nachteilen.

Mein Leben hat sich insoweit verändert, dass ich ohne diesen Job vermutlich nicht so viel herumgekommen wäre. Der eigene Horizont erweitert sich und man lernt in dieser Branche, in der es viele Individualisten und Einzelkämpfer gibt, viel für’s Leben. Ich möchte das nicht missen.


9.) Hast du noch ein bestimmtes Ziel, das du gerne erreichen würdest? Wärst du gegebenenfalls bereit, dich dafür unter’s Messer zu legen?

Ich habe schon viel erreicht, aber natürlich wäre es schön eine „No-Age-Kampagne“ oder etwas Ähnliches zu machen. Unter‘s Messer würde ich mich nicht legen, da ich von Botox und Ähnlichem garnichts halte. Ich sehe jünger aus als ich bin und brauche keine Schönheits-OP. Man sollte in Würde altern.Durch die Digitalfotografie und die digitale Bildbearbeitung ist gerade in unserer Branche sowieso vieles einfacher geworden.


10.) Wir bitten dich um eine kleine Selbsteinschätzung: Für wie erfolgreich hälst du dich selbst?

Ich würde sagen, dass ich nicht in die Riege der Topmodels gehöre. Allerdings bin ich schon sehr lange im Geschäft und auch kontinuierlich erfolgreich. Ich kann also zufrieden sein.


Wir bedanken uns bei Nina für das Interview und wünschen ihr auch weiterhin viel Erfolg!

Bookmark:
  • Print this article!
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • MySpace
  • Twitter
10 Fragen an, Models Keine Kommentare » Tags: ,
    


Leave a Reply

Reload Image